Mine - Live in Fulda
Tickets - Fulda, KUZ Kreuz

alle Termine dieses Events
Wann
Freitag, den
13. Dezember 2019
20:00 Uhr
Preise
ab 27,40 EUR
Wo
KUZ Kreuz
Schlitzerstraße 81
36039 Fulda
Info
Personen mit Behinderungen Ausweis B sowie Rollstuhlfahrer zahlen den vollen Eintritt. Begleitperson umsonst.
Lieferung: no info
Mine - Live in Fulda
Mine - Live in Fulda
Wie Mine auf »90 Grad« mit Pauken und Trompeten im Rücken neue Perspektiven einnimmt und Dialoge mit ihrem Zukunfts-Ich führt, ist imposante Introspektive und Hit zugleich. Ganz ähnlich der Song »Spiegelbild« mit dem Berliner Künstlerkollektiv AB Syndrom, für welchen sich das Trio – angetrieben von Percussions, Flöten und Streichern – einen Reim auf die Rastlosigkeit in der Reflektion macht, während »Einfach so« mit Giulia Becker vom »Neo Magazin Royale« wunderschönes Selbstverständnis in Songform ist.

Das Titellied »Klebstoff« zeigt, wie man mittels sprichwörtlicher Sinnverschiebung auch dem Moment des traurigsten Abschieds vielleicht noch ein Schmunzeln abgewinnen kann. Klarer, deutlicher, aber nicht minder beeindruckend und ergreifend klingt »Vater«. Ein schonungsloses Gegenüberstehen zweier Generationen. »Ich wollte den Song eigentlich gar nicht veröffentlichen, weil er so unmittelbar und gar nicht metaphorisch ist. Die Zeilen und auch der Titel sagen genau, um wen es geht. Das ist für mich ein Schritt gewesen, den ich davor noch nie gegangen bin und mit dem ich heute doch sehr glücklich bin.«

Das Album trägt den Titel »Klebstoff« nicht ohne Grund. Für Mine ist das Wort ein phonetisches Meisterwerk: »Ich bin ja ein großer Fan der deutschen Sprache und mag gerne, dass sie so kryptisch in den Betonungen ist. ›Klebstoff‹ klingt hart, aber gleichzeitig trotzdem weich und passt genau zu seiner Bedeutung. Ich finde das Bild interessant, dass jeder von uns mit Klebstoff umhüllt durch das Leben geht und alle Dinge, mit denen man in Kontakt kommt – positiv oder negativ - an einem kleben bleiben. Auch, wenn man das gar nicht will. Auch, wenn man schon längst woanders ist.« Genau von diesen Dingen, erzählen die Songs auf dem Album.

In den 11 Stücken und gut 40 Minuten Spielzeit ist man ganz nah dran an Mine. An ihren Gesprächen mit sich selbst und anderen, aber auch dem Ergründen und Überdenken, dem Gucken und Schauen, dem Drehen und dem Wenden der Dinge, die man nach und nach mit sich trägt, so schön oder schlimm sie auch sein mögen. »So traurig das Album oft ist, so tief es manchen Stellen auch geht – ich fühle mich wohl mit der Platte.«
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