Stricken - Magda Korsinsky
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Stricken - Magda Korsinsky

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Eine Tanzperformance von Magda Korsinsky

Wenn wir uns erinnern – zugedeckt werden * Schaumtiere formen, viel Seife = Sauberkeit * abgetrocknet werden * dick Butter aufs Brot * wenn wir wegfahren mit Tränen in den Augen * Unkraut jäten * Oh Gott, zwei verschiedene Socken * Nicht in ihre Haare fassen! Die Haare in Unordnung bringen! Und meine Haare? * Grüß die Nachbarn ordentlich! * Sie kann enttäuscht werden – oder war es damals anders?

Ein Mädchen und seine Großmutter, Begegnung zwischen verwandten Körpern, zwischen Generationen, Epochen. Schwerwiegender Abstand, Frauenrollen, Körperbilder, Wertvorstellungen; und doch die unleugbare Verbindung. Die Beziehung zu unseren Großeltern ist komplex – und vermutlich unterschätzt. Vor allem wenn die Großmutter in der NS-Zeit aufwuchs.

In STRICKEN begegnen sich eine 9-Jährige und ihre Oma; ein Schwarzes Mädchen und ihre weiße Großmutter. Was lernen wir nicht alles von unseren Omas! Konkrete Akte, wie Wäsche zusammenlegen; und damit eine ganze Weltvorstellung von Ordnung, Gekleidetsein, Genderrollen. Bei den Eltern ziehen wir eines Tages aus; aber die Omas? Ist die Emanzipation von der eigenen Mutter die ungeprüfte Bejahung der Großmutter? Welche Schrittfolgen werden vererbt und wann laufen wir selbst?

Die bildende Künstlerin und Choreografin Magda Korsinsky ließ ihrer Choreografie STRICKEN eine Recherche vorausgehen, in der sechs Schwarze Frauen zu ihren weißen Großmüttern und ihren Verhältnissen befragt wurden. Die hier entstandenen Videointerviews bilden eine einmalige Perspektive auf die deutsche, Schwarze Geschichte.

Choreografie: Magda Korsinsky
Mitarbeit Choreografie: Caroline Alves
Bühnengestaltung & Lichtdesign: Raquel Rosildete
Performance: Naê Selka de Paiva, Hilla Steinert 

Eine Produktion von Kultursprünge im Ballhaus Naunynstraße gemeinnützige GmbH im Rahmen des Festivals Postcolonial Poly Perspectives, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.
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